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Warum Bösewichte Helden sind
Wer kennt sie nicht, die Schurken, die in ihren finsteren Festungen hausen, ihre Lakaien schikanieren und ihre einzige Freude aus dem Leid anderer ziehen? In ihrer cartoonhaftesten Form sind es sadistische Schnurrbartzwirbler, egomanische Monokelträger und andere grotesk-gierige Gestalten, die kleine Hündchen treten und Kindern die Lollis klauen. Die Lust an der Erniedrigung, am Quälen und…
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Deine blauen Iriden machen mich so sentimental
Immer wieder wird online darüber diskutiert, ob man in einem Roman »Iriden« schreiben darf. Für Uneingeweihte: Das ist der Plural von»Iris«, also der Regenbogenhaut, und obwohl die Mehrzahl laut Duden selten ist, finden sich die »Iriden« doch recht häufig, vor allem in Fanfiction oder Romanen mit Fokus auf Romantik, wenn die Augenfarbe einer Figur beschrieben…
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Die fünf Formen der Figurenrede
Als Figurenrede bezeichnet man, wenn eine Figur ihre Gedanken und Wahrnehmungen wiedergibt. Dabei werden fünf Formen unterschieden, um Gesprochenes oder Gedachtes abzubilden. Direkte Rede Beispiel: »Jetzt habe ich aber echt Hunger«, sagte sie. Rede (oder Gedanken) werden wortwörtlich in Anführungszeichen wiedergegeben und evtl. um einen Redebegleitsatz ergänzt. Direkte Rede eignet sich, um Figuren individuell und…
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Ein seltsamer Herr
Bei dem Titel könnte man zwar meinen, ich würde etwas aus meinem Leben erzählen wollen – aber nein, es geht bloß um ein paar Eigenheiten des Wörtchens »Herr«. Mehr Schreibtipps, Neuigkeiten aus der Buchwelt und Rabattaktionen gibt es über meinen Newsletter.
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Die Spannung ist zum Greifen nah
Wenn es darum geht, dass der Nervenkitzel kaum noch auszuhalten ist, kann man in Romanen, Tageszeitungen oder Filmrezensionen immer wieder diesen Satz lesen: »Die Spannung ist zum Greifen nah.« Aber wenn man einmal genau hinschaut, ergibt der Ausdruck wenig Sinn und ist streng genommen sogar falsch. Es werden nämlich zwei Redwendungen vermischt, einmal »zum Greifen…
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Adjektivitis
Letztens wurde ich gefragt, ob ich nicht einen Beitrag zu »Adjektivitis« machen könnte. Das Schlagwort verrät eigentlich schon viel über die Sicht auf Adjektive und Adverbien; von krankhafter Adjektiarrhoe und Adverbitis ist da die Rede oder die beiden Wortarten werden regelmäßig mit Unkraut und Ungeziefer verglichen. Ursula K. Le Guin spricht von blutsaugenden Zecken, die…
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Da fingen sie alle an, sich zu entschuldigen
Wenn man so manchem Spracherklärer glaubt, dann ist der reflexive Gebrauch von »entschuldigen«, also »sich entschuldigen«, neumodischer Quatsch. Früher hätte man noch korrekterweise um Entschuldigung gebeten, so wie man auch um Verzeihung bittet, den ent-schuldigen, also sich von Schuld freisprechen, könne man sich nicht selbst. Die Gleichsetzung von »Entschuldigung« und »Verzeihung« ist aber (nicht nur…
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O oder Oh?
Heute möchte ich einen Blick auf »o« und »oh« werfen und einen hartnäckigen Mythos widerlegen. Bei »o« und »oh« handelt es sich um Interjektionen, also Wörter, die eine bestimmte Empfindung ausdrücken, aber im engeren Sinn keine lexikalische Bedeutung haben. Es sind Laute des Ausrufs. Dementsprechend vage sind auch die Definitionen im Duden: »o« wird da…
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Eine kleine Typologie des Grauens
Heute möchte ich ein Auge auf die reiche Geschichte der Horrorliteratur werfen und Antworten zu folgenden Fragen finden: Welche Arten des Gruselns gibt es überhaupt? Was macht uns Angst? Was finden wir schrecklich? Viel Spaß mit meiner kleinen Typologie des Grauens! (Ich habe mich an die englischen Begriffe gehalten, weil die eindeutiger definiert sind.) Terror…
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Tipps zum Testlesen
Das Testlesen ist eine großartige Möglichkeit für Autoren, zu sehen, wie ihr Manuskript bei Lesern ankommt. Ist die Handlung logisch und nachvollziehbar? Die Figuren glaubwürdig? Der Twist am Ende überraschend? Aber auch für die Testleser selbst bietet sich eine tolle Chance: Sie können nicht nur unveröffentlichte Texte lesen und unbekannte Autoren entdecken, sondern sind auch…
