Schlagwort: Sprache
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Krimi-Vokabular – Achtung, Verwechslungsgefahr!
Die Sprache des Verbrechens scheint uns aus den Medien vertraut. Aber es lohnt sich, genauer hinzuschauen: Was unterscheidet zum Beispiel ein Verhör von einer Vernehmung? Sind Rechtsmediziner Pathologen? Und ist Fäulnis dasselbe wie Verwesung? Mit tödlichen Verbrechen, mit Polizeirevieren, Tatorten und Obduktionssälen kommen viele Menschen im Alltag zum Glück nur selten in Kontakt. Und doch…
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Hitzige Diskussionen um kalte Temperaturen
Wie denkst du eigentlich über »kalte Temperaturen«? Also nicht über die Minusgrade, die im Winter draußen herrschen, sondern über den Ausdruck an sich, diese spezielle Kombination aus Adjektiv und Substantiv. Immer wieder kann man nämlich lesen, dass diese Verbindung falsch sei. Die Temperatur als Maßeinheit könne nicht warm oder kalt sein, sondern lediglich niedrig oder…
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Macht Sinn!
Was mich immer wieder verwundert, ist die Aussage, dass bestimmte Ausdrücke nicht zur deutschen Sprache gehören, weil sie umgangssprachlich sind – oder noch schlimmer: englische Wurzeln haben. Klar, ein Ausdruck wie »Sinn machen« gilt nicht als Standardsprache, zur deutschen Sprache gehört er trotzdem. Ebenso wie Fachsprache und Dialekte. Oder Gendern. Sich strikt an die Standardsprache…
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Ein seltsamer Herr
Bei dem Titel könnte man zwar meinen, ich würde etwas aus meinem Leben erzählen wollen – aber nein, es geht bloß um ein paar Eigenheiten des Wörtchens »Herr«. Maskuline Substantive, die eine Person oder ein Tier bezeichnen, enden in der Regel außer im Nominativ Singular auf -en. Beispiel: »der Bär« wird in allen anderen Fällen…
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Die Spannung ist zum Greifen nah
Wenn es darum geht, dass der Nervenkitzel kaum noch auszuhalten ist, kann man in Romanen, Tageszeitungen oder Filmrezensionen immer wieder diesen Satz lesen: »Die Spannung ist zum Greifen nah.« Aber wenn man einmal genau hinschaut, ergibt der Ausdruck wenig Sinn und ist streng genommen sogar falsch. Es werden nämlich zwei Redwendungen vermischt, einmal »zum Greifen…
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Adjektivitis
Letztens wurde ich gefragt, ob ich nicht einen Beitrag zu »Adjektivitis« machen könnte. Das Schlagwort verrät eigentlich schon viel über die Sicht auf Adjektive und Adverbien; von krankhafter Adjektiarrhoe und Adverbitis ist da die Rede oder die beiden Wortarten werden regelmäßig mit Unkraut und Ungeziefer verglichen. Ursula K. Le Guin spricht von blutsaugenden Zecken, die…
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Da fingen sie alle an, sich zu entschuldigen
Wenn man so manchem Spracherklärer glaubt, dann ist der reflexive Gebrauch von »entschuldigen«, also »sich entschuldigen«, neumodischer Quatsch. Früher hätte man noch korrekterweise um Entschuldigung gebeten, so wie man auch um Verzeihung bittet, den ent-schuldigen, also sich von Schuld freisprechen, könne man sich nicht selbst. Die Gleichsetzung von »Entschuldigung« und »Verzeihung« ist aber (nicht nur…
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O oder Oh?
Heute möchte ich einen Blick auf »o« und »oh« werfen und einen hartnäckigen Mythos widerlegen. Bei »o« und »oh« handelt es sich um Interjektionen, also Wörter, die eine bestimmte Empfindung ausdrücken, aber im engeren Sinn keine lexikalische Bedeutung haben. Es sind Laute des Ausrufs. Dementsprechend vage sind auch die Definitionen im Duden: »o« wird da…
