Kategorie: Erzähltheorie
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Der heilige Makel
Zahllose Geschichten lassen sich auf ein simples Muster herunterbrechen: Die Hauptfigur hat einen heiligen Makel, der durch den Plot herausgefordert wird. Mit heiligem Makel ist dabei ein (meist unbewusster) Glaubenssatz gemeint, eine fest verankerte Idee davon, wie die Welt funktioniert und welche Rolle man in ihr einnimmt. Wie der Name bereits verrät, ist diese Idee…
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Warum ich nicht von »Vampir-Verben« spreche
Bestimmte Verben wie »sehen«, »hören«, »fühlen« oder »spüren« sind unter Generalverdacht geraten: Manchen gelten sie als sogenannte »Vampir-Verben«, die Texten die Kraft aussaugen und unbedingt gelöscht werden müssen. Warum es sich lohnen kann, bei diesen Wörtern genauer hinzuschauen. Sachlicher kann man diese Gruppen von Verben »Filterverben« nennen; das, was eine Figur hört, sieht oder fühlt,…
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Die fünf Formen der Figurenrede
Als Figurenrede bezeichnet man, wenn eine Figur ihre Gedanken und Wahrnehmungen wiedergibt. Dabei werden fünf Formen unterschieden, um Gesprochenes oder Gedachtes abzubilden. Direkte Rede Beispiel: »Jetzt habe ich aber echt Hunger«, sagte sie. Rede (oder Gedanken) werden wortwörtlich in Anführungszeichen wiedergegeben und evtl. um einen Redebegleitsatz ergänzt. Direkte Rede eignet sich, um Figuren individuell und…
