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Lektorat Moll

Lektorat Moll

Lektorat, Korrektorat und Buchsatz

    • Weinst du oder ist das der Regen? Gedanken zu Setting, Charakterisierung und pathetic fallacy

      Über das Setting, über Landschaften, Räume und Objekte lassen Figuren sich hervorragend charakterisieren. Der Tritt in ein kaltes Stück Pizza nach dem Aufwachen, der Blick aus dem frisch von der Haushälterin geputzten Fenster auf den blauen Pool oder das ziellose Umherirren durch in Neonlicht getauchte, regennasse Straßen verraten bereits viel über die Figuren, ohne dass…

      carstenmoll

      3. September 2026
      Literaturwissen
      Klischees, Psychologie, Figurenzeichnung, pathetic fallacy, Natur
    • Hitzige Diskussionen um kalte Temperaturen

      Wie denkst du eigentlich über »kalte Temperaturen«? Also nicht über die Minusgrade, die im Winter draußen herrschen, sondern über den Ausdruck an sich, diese spezielle Kombination aus Adjektiv und Substantiv. Immer wieder kann man nämlich lesen, dass diese Verbindung falsch sei. Die Temperatur als Maßeinheit könne nicht warm oder kalt sein, sondern lediglich niedrig oder…

      carstenmoll

      31. August 2026
      Stil
      Redewendungen, Schreiben, Sprache, Sprachwissen, Stil
    • Flexion von aufeinanderfolgenden Adjektiven

      Stößt man nun mit leckerem roten Wein oder doch mit leckerem rotem Wein an? Ich bin sicher, dass ich nicht der Einzige bin, der hier ein bisschen ins Schwanken gerät – ganz ohne zu tief ins Glas geschaut zu haben. Dabei ist es eigentlich ganz einfach! Aber von vorne: Adjektive können entweder stark oder schwach…

      carstenmoll

      27. August 2026
      Grammatik
      Adjektive, Flexion, Schreiben
    • Wo kommen eigentlich diese 12 Archetypen her?

      Vermutlich hast du auch schon einmal von den 12 Archetypen gehört, oder? Unter dem Begriff werden Figuren mit Namen wie der Weise, der Krieger und der Narr zusammengefasst, die gewisse universelle Grundtypen verkörpern sollen und auch fürs Storytelling genutzt werden können. Oft wird in diesem Zusammenhang der Name des Schweizer Psychiaters Carl Gustav Jung genannt…

      carstenmoll

      24. August 2026
      Literaturwissen
      Archetyp, Archetypen, Jung
    • Macht Sinn!

      Was mich immer wieder verwundert, ist die Aussage, dass bestimmte Ausdrücke nicht zur deutschen Sprache gehören, weil sie umgangssprachlich sind – oder noch schlimmer: englische Wurzeln haben. Klar, ein Ausdruck wie »Sinn machen« gilt nicht als Standardsprache, zur deutschen Sprache gehört er trotzdem. Ebenso wie Fachsprache und Dialekte. Oder Gendern. Sich strikt an die Standardsprache…

      carstenmoll

      20. August 2026
      Grammatik, Stil
      Anglizismen, Deutsch, Grammatik, Rechtschreibung, Sinn machen, Sprache, Sprachwissen, Stil
    • Warum ich nicht von »Vampir-Verben« spreche

      Bestimmte Verben wie »sehen«, »hören«, »fühlen« oder »spüren« sind unter Generalverdacht geraten: Manchen gelten sie als sogenannte »Vampir-Verben«, die Texten die Kraft aussaugen und unbedingt gelöscht werden müssen. Warum es sich lohnen kann, bei diesen Wörtern genauer hinzuschauen. Sachlicher kann man diese Gruppen von Verben »Filterverben« nennen; das, was eine Figur hört, sieht oder fühlt,…

      carstenmoll

      19. August 2026
      Erzähltheorie, Literaturwissen, Tipps
      Filterverb, Filterverben, Vampirverb, Vampirverben
    • Wie schreibt man den Titel auf den Buchrücken?

      Wenn du dich vor dein Bücherregal stellst und die Titel auf den Buchrücken lesen willst, wohin neigst du dann deinen Kopf? Nach links? Nach rechts?  ⬅️ Wenn du den Kopf nach links neigen musst, um die Schrift besser entziffern zu können, handelt es sich vermutlich um ein deutsches Buch, vielleicht auch um eines aus Frankreich,…

      carstenmoll

      17. August 2026
      Literaturwissen, Tipps
      Buchgestaltung, Buchrücken
    • Nervenzehrend oder nervenzerrend?

      Wir muten unseren Nerven auch sprachlich viel zu: töten, zermürben, zerfetzen, zerreißen, aufreiben, aufpeitschen – alles möglich. Aber heißt es nun »nervenzehrend« oder »nervenzerrend«? Klare Antwort: Beide Wörter können gebraucht werden und bedeuten im Prinzip dasselbe. Wer mag, kann sich die Nuancen zunutze machen und noch präziser formulieren: »nervenzehrend« bezeichnet demnach eher etwas, das einem…

      carstenmoll

      13. August 2026
      Grammatik
      Grammatik, Rechtschreibung, Redewendungen
    • Im Dunklen ist gut munklen

      Heißt es »im Dunkeln« oder »im Dunklen«? Der folgende Beitrag ist hoffentlich erhellend und sorgt dafür, dass du nicht länger im Dunkeln tappst. Allgemein gilt: Adjektive auf -el wie »heikel« und »dunkel« verlieren bei der Deklination ein e, üblicherweise das e vor dem l. Es heißt also »eine heikle Angelegenheit« oder »ein dunkles Bier«. So…

      carstenmoll

      10. August 2026
      Grammatik
      Grammatik, Rechtschreibung, Redewendungen
    • »Ja, ja«, seufzte er. »Es geht schon wieder um Inquits.«

      Eine Inquit-Formel (vom Lat. »inquit« für »er sagt«) ist ein formelhafter Begleitsatz, der bei der direkten Rede steht und dazu dient, das Gesprochene einem Sprecher zuzuweisen. Neben dem Sprecher gehört zur Formel auch ein Verb des Sagens (verbum dicendi) – und da fängt der Schlamassel auch schon an. Was zählt denn nun als Verb des…

      carstenmoll

      6. August 2026
      Grammatik
      Dialoge, direkte Rede, Inquitformel, Inuit, Redebegleiter, Stil, Verbum dicendi
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