Die Buchlandschaft wäre ohne Selfpublishing wohl um einiges ärmer. Zahlreiche Autoren veröffentlichen ihre Geschichten mittlerweile unabhängig von Verlagen und sind damit durchaus erfolgreich – nicht nur in finanzieller, sondern auch in künstlerischer Hinsicht. Ein Vorwurf, mit dem Selfpublisher allerdings immer wieder konfrontiert werden, ist, dass ihre Bücher nicht so professionell seien wie Verlagswerke. So allgemein kann man das sicherlich nicht formulieren, und doch gibt es ein paar Sünden, die vor allem unerfahrene Selfpublisher immer wieder begehen.
- 1. Kein professionelles Lektorat: Viele Autoren verzichten ganz auf ein Lektorat oder beauftragen Verwandte und Freunde, die nicht über die nötigen Qualifikationen verfügen, mit dieser komplexen Aufgabe. In den meisten Fällen merkt man den Büchern das an, Rechtschreibfehler sind da nur die Spitze des Eisbergs. Bei genauerem Hinsehen offenbaren sich stilistische und inhaltliche Mängel, die das Lesevergnügen deutlich trüben können. Abhilfe ist ganz einfach: Arbeite mit professionellen Lektoren zusammen. Frage nach Qualifikationen und Referenzen und vereinbart ein Probelektorat, um zu testen, ob ihr zueinander passt.
- 2. Kein professioneller Buchsatz: Ein gut gemachter, gefälliger Buchsatz ist beinahe unsichtbar, aber unerlässlich. Durch eine passend gewählte Schrift und eventuell Kapitelzierden erhält das Buch Charakter, das Vermeiden von typografischen Patzern wie Fliegenschiss, fehlender Silbentrennung oder Textlücken sorgt für einen angenehmen Lesefluss und einen professionellen Eindruck. Also nicht am Buchsatz sparen und einen Profi engagieren, falls es das Budget zulässt.
- 3. Rezensionen von Familie und Freunden: Ist das Buch erst einmal veröffentlicht, braucht es natürlich Aufmerksamkeit, um potenzielle Leser anzuziehen. Erstaunlich viele Autoren aktivieren dann Familie und Bekannte, die das Werk rezensieren und mit Sternen überhäufen sollen. Das ist nicht wirklich zielführend und kratzt letztlich an eurer Glaubwürdigkeit. Statt Mama, Papa oder Schreibbuddys sollten unabhängige Leser das Besprechen übernehmen. Sei nicht schüchtern und kontaktiere Blogger und Redaktionen. Auch Leserunden können hilfreich sein, um wertvolles Feedback und Rezensionen zu erhalten.
Kennst du noch weitere Selfpublishing-Sünden und hast du Tipps, wie man es anders machen kann?
Mehr Schreibtipps, Neuigkeiten aus der Buchwelt und Rabattaktionen gibt es über meinen Newsletter.

Kommentar verfassen